Hessischer Bildungsserver / Schulen für Erwachsene

Nichtschülerinnen und Nichtschüler

Die Lebens- und Bildungswege, aber auch die Bildungsziele von Menschen sind unterschiedlich. Die Palette reicht vom Erwachsenen, der nach dem Ende seiner Schulzeit einen höheren Abschluss erreichen möchte, über Migrantinnen und Migranten, die ohne Bildungsnachweise nach Hessen gekommen sind, bis hin zu jenen Menschen, die - aus welchen Gründen auch immer - die Schule ohne einen Abschluss verlassen haben. Wer keine Schule für Erwachsene besuchen kann, dem bieten die unterschiedlichen Formen der Nichtschülerprüfungen die Möglichkeit, einen gewünschten Abschluss zu erwerben. Alle Abschlusszeugnisse, die an Schulen erworben werden können, können auch über die Nichtschülerprüfungen erlangt werden. Dies sowie Hinweise für Vorbereitung, Meldung und Beratung kann man einer Übersichtstabelle (pdf-Dokument) entnehmen.

Weitere Informationen zum Nichtschülerabitur erhalten Sie beim staatlichen Schulamt in Gießen.

Bildung ist keine Besonderheit einer bestimmten Lebensphase, sondern ein lebenslanger Prozess. Die Lebens- und Berufsbiographien der Menschen werden vielfältiger: Immer mehr Menschen haben komplizierte Übergänge zu bewältigen - in die Ausbildung, in das Beschäftigungssystem, aus der Arbeitslosigkeit, aus der Familientätigkeit, aus der Herkunftskultur. Deshalb benötigen die Menschen vielfältige Bildungsangebote für ihre unterschiedlichen Bedürfnisse und Möglichkeiten. Eine moderne, wissensorientierte Gesellschaft braucht Menschen, die sich immer wieder neu orientieren, die ihren Lebensweg auch als Bildungsweg begreifen und ihre Bildung selbst organisieren. Vor diesem Hintergrund geht es darum, die Menschen dazu zu bewegen, sich weiterzubilden. Der demographische Wandel führt dazu, dass die für die Wirtschaftskraft erforderlichen Innovationen nicht mehr nur von den gut Ausgebildeten in ihrer jungen, schöpferischsten Lebensphase zu erbringen sind; vielmehr muss und kann das Potenzial der älteren Beschäftigten stärker genutzt werden. Auch haben die Anstrengungen zur Integration von Migrantinnen und Migranten bisher weitgehend vor der Bildung Erwachsener Halt gemacht. Diese Gruppe wird aber immer größer; sie muss daher verstärkt einbezogen werden. Hier liegen neue Aufgabengebiete für die Bildung und die Weiterbildung. Hessen besitzt seit langem eine reiche Weiterbildungslandschaft mit einem breiten Veranstaltungsspektrum; die Themen sind auf die berufliche, allgemeine, kulturelle oder politische Weiterbildung bezogen. Der Umfang der Angebote reicht von der einzelnen Abendveranstaltung über Wochenendseminare oder Exkursionen bis hin zu mehrmonatigen Qualifikationsangeboten im allgemeinbildenden oder beruflichen Bereich. Durch die öffentlichen und öffentlich geförderten Weiterbildungseinrichtungen wird eine Grundversorgung für die Weiterbildung gesichert. HESSENCAMPUS (HC) ist eine neue Antwort, um die neuen Herausforderungen des Lernens von Erwachsenen im Lebenslauf zu bewältigen. Grundlage von HC ist die von der Landesregierung und den Landkreisen und Städten gemeinsam wahrgenommene Bildungsverantwortung - denn die öffentliche Hand verfügt in den Regionen mit beruflichen Schulen, Schulen für Erwachsene und Volkshochschulen über ein großes Potenzial, um noch mehr für das Lernen von Erwachsenen zu tun. Das Land sowie die beteiligten Kreise und Städte wollen mit HC eine höhere Beteiligung von Erwachsenen aller Alterstufen an Bildung erreichen, die Chancen der Menschen zur sozialen Teilhabe und zur persönlichen Entfaltung vergrößern sowie das Land Hessen und seine Regionen als dynamische und innovative Standorte der Wissensgesellschaft stärken. Mit dem Verbund HESSENCAMPUS soll das Potenzial der öffentlichen Einrichtungen und der hierfür eingesetzten Ressourcen für das Lebenslange Lernen effektiver und effizienter genutzt und mehr Menschen die Teilhabe am Lebenslangen Lernen ermöglicht werden.

Weitere Informationen: http://www.hc-hessencampus.de